7. Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2020

Herausgegeben von akzept e.V. Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitk und Deutsche AIDS-Hilfe e.V. ist erschienen und kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

In der Pressemitteilung vom 07.10.2020 heißt es u.a.: „Sie nannten dabei drei zentrale Neuerungen, die die hohe Zahl der Todesfälle durch legale und illegale Drogen senken, schädlicheFolgen von Abhängigkeit reduzierenund gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Folgekosten drastisch reduzieren könnten:
– Ansätze der so genannten „Schadensminimierung“ beim Drogenkonsum müssen überall verfügbar sein und auch bei Tabak und Alkohol angeboten werden.
– Die staatlich regulierte Abgabe von bisher illegalen Substanzen kann kriminellen Drogenhandelreduzieren, Menschen vor den Gefahren der Illegalität bewahren und Jugend-und Verbraucherschutz ermöglichen.
– Eine effiziente Drogenpolitik würde rasch gelingen, wenn die Bundesregierung Kompetenz in einem drogenpolitischen Fachbeirat zusammenführen würde. Dazu erklärt Prof. Dr. Heino Stöver, Vorstandsvorsitzender des akzept Bundesverbandes und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Suchtforschungan der Frankfurt University of Applied Sciences: „Die Politik der Strafverfolgung ist nur noch ein schädlicher Kampf gegen Windmühlen. Betroffene werden marginalisiert statt unterstützt – oft mit tödlichem Ausgang. Die Drogenpolitik von morgen agiert menschlicher und geschickter: Sie minimiert gesundheitliche Risiken beim Konsum und entzieht kriminellen Strukturen durch regulierte Abgabe von Substanzen die Basis. Eine zeitgemäße Drogenpolitik folgt der Devise: Schützen statt strafen!““