Am diesjährigen Internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende steht unter dem Motto: „Verändern, um Leben zu retten…“. Der erste Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende wurde 1998 begangen und wird zum Anlass genommen auf das Thema der drogenbedingten Todesfälle aufmerksam zu machen und den Blick auf die Lebenden zu richten.
2025 verstarben in Thüringen 77 Menschen (+ 22 in 2024) in Folge des Konsums illegalisierter Drogen [1].
Bundesweit lag die Zahl der Drogentoten in vergangenen Jahr bei 2.150 Personen, dies ist eine leichte Steigerung (+ 13) zum Vorjahr und zeigt somit eine Stabilisierung auf hohem Niveau.



Mit einem gemeinsamen Aktions- und Informationsstand auf dem Holzmarkt von 13:00-16:00 Uhr, wollen wir in Jena auf die Problematik aufmerksam machen.
Der Aktionstag wird gemeinsam vom Kontaktcafé der Hilfe zur Selbsthilfe – Begegnung Jena e.V., der Suchtberatungsstelle der SiT gGmbH, dem Sozialpsychiatrische Dienst und Streetwork Lobeda und Winzerla der Stadtverwaltung Jena, der AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e.V., Beratungsstelle Jena und Straßensozialarbeit Jena-Stadtmitte/West (Drudel 11 e.V.), der IKOS – Beratungszentrum für Selbsthilfe und dem Projekt clean4us Jena gestaltet. Das Netzwerk bietet Unterstützung- und Hilfsangebote für Drogenkonsumierende von der niedrigschwelligen Hilfe und offenen Gesprächsangeboten, über die Beratung und Behandlung von Abhängigkeitsproblematiken bis hin zu Nachsorge und Selbsthilfegruppenangeboten. Die Weiterentwicklung von Angeboten zur Risikominimierung und Aufklärung, sowie die Erweiterung von Unterstützungsangeboten bei der Bewältigung von Abhängigkeitsproblematiken stehen für die Veranstalter der Infostände auch in diesem Jahr im Vordergrund. Drogengebrauchende benötigen verschiedenste Unterstützungsangebote, welche sich an den unterschiedlichsten Lebenssituationen orientieren und somit annehmbare Hilfe ermöglichen.
Synthetische Opioide stellen ein besonders hohes Risiko für eine Überdosierung und anderen Gesundheitsrisiken dar. Aktuell wird die Verbreitung synthetischer Opioide beobachtet und geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von Opioidüberdosierungen gefordert:
- Schnelltests für synthetische Opioide zur sicheren Identifikation von synthetischen Opioiden
- Erste-Hilfe-Maßnahme bei Opioidüberdosierung mit Naloxon (https://www.naloxontraining.de/)
- Opioidsubstitutitionsbehandlung in Thüringen über (www.kv-thueringen.de)
- Informationen zu safer use und schadensmindernde Maßnahmen u.a. über den Safomat
Beteiligte Akteure des diesjährigen Gedenktages in Jena:
– Kontaktcafé der Hilfe zur Selbsthilfe Begegnung Jena e.V.
– Sozialpsychiatrische Dienst der Stadt Jena
– Suchtberatung Jena SiT gGmbH
– AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e.V. Beratungsstelle Jena
– Strassensozialarbeit Jena-Stadtmitte/West Drudel 11 e.V.
– Streetwork Lobeda und Winzerla, der Stadt Jena
– Fan-Projekt Jena e.V.
– IKOS Jena Beratungszentrum für Selbsthilfe AWO-Mitte-West-Thüringen e.V.
– clean4us Projekt Jena am Universitätsklinikum Jena
[1] Thüringer Kriminalitätsstatistik 2025
